Theater


Der Schaum der Tage (2016)

Nach dem Roman von Boris Vian
Gruppe K plus - Eine Produktion von Gruppe K, Lehmann und Wenzel und Jan Jedenak 
 
Wie in einer Jazzsession mit leisen Harmonien und gewaltigen Schlägen schäumen fünf Spieler das Banale zum Phantastischen auf. Das Sujet: Ein Lebensgefühl voll surrealer Poesie, den Existentialismus parodierend und den Hedonismus feiernd. Denn das Leben muss in allen Facetten noch extravaganter, appetitlicher und reizvoller werden! 

 Hipness is not a state of mind, it's a fact of life.“ (Cannonball Adderley)

Colin und Chick verbringen ihre Tage mit Jazz, Philosophie und spektakulären Abendessen. Chick verliebt sich in Alise, um eine „existentialistische Erfahrung“ zu machen. Colin findet Chloé, die „von Duke Ellington arrangiert“ zu sein scheint. Zwischen den Paaren und alle verbindend steht der Koch Nicolas. Vor seinen Augen entfalten sich luftig-leichte Liebesgeschichten mit ätzenden Querschüssen und grausamen Fallhöhen – In Chloés Brust beginnt eine Seerose zu wachsen, die ihr langsam den Atem nimmt…
Für diese Inszenierung finden sich fünf Figurenspieler_innen mit unterschiedlichen Ansätzen zusammen. Gemeinsam mit dem Regieteam Hendrik Mannes und Antonia Christl entwickeln sie eine Adaption von Boris Vians grandiosem Roman "Der Schaum der Tage".

Spiel, Ausstattung, Musik: Maik Evers, Jan Jedenak, Samira Lehmann, Katharina Muschiol, Stefan Wenzel
Regie: Hendrik Mannes
Dramaturgie, Regiemitarbeit: Antonia Christl
Produktionsleitung: Tentakel Kultur

Eine Koproduktion mit dem Westflügel Leipzig, dem FITZ! Stuttgart und der SCHAUBUDE BERLIN. Gefördert durch den Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, durch das Kulturamt Leipzig und mit freundlicher Unterstützung der Firetube GmbH. 


                                                                                                         




ZACHES (2015)

nach „Klein Zaches genannt Zinnober“ von E.T.A. Hoffmann 

In einer Welt, in der es wahrhaftige Wunder, Feen und Zauberer gibt wird die Aufklärung eingeführt. Damit ist die Natur - auch die menschliche gebändigt. Die Wunderwesen tauchen ab. Man sollte erwarten, dass von nun an alles mit rechten Dingen zugeht, doch trifft ausgerechnet jetzt das Stiftsfräulein von Rosenschön, die heimliche Fee Rosabelverde, auf Zaches, den kleinen missgestalteten Wechselbalg. Und zückt kurzer Hand ihren Zauberkamm. Von hier an weiß niemand mehr so recht was schön und hässlich ist, aber klar ist, dass alles Gute von Zaches kommt. Also wird dieser geliebt. Die Spieler beschwören den kleinen Hexenkerl mit dampfendem Rums und klirrenden Saiten. Im magischen Spiegel schlagen sie zu. Hau drauf! Da ist er, was ist er? Schlag zu! Die letzten unaufgeklärten Wunder werden gezeigt und natürlich wird Ihnen die Geschichte von Zaches nach allen Regeln der Kunst erzählt. Seien Sie sicher, dass sie bei uns getäuscht werden! 
 
Spiel, Musik, Ausstattung: Samira Lehmann, Stefan Wenzel
Regie: Michael Vogel
Eine Koproduktion mit dem Westflügel Leipzig, gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

                                                                                                      


   

Makariens Archiv (2013) 


Eine Produktion des Lindenfels Westflügel Leipzig und FITZ! Zentrum für Figurentheater Stuttgart in Kooperation mit dem Ingenieurtheater AKHE Petersburg und Figurentheater Wilde & Vogel.  

 Alles Gescheite ist schon gedacht worden, man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken.
Am Ende von Goethes Spätwerk "Wilhelm Meisters Wanderjahre" steht eine Reihe von Aphorismen aus dem gedachten Archiv der ältlichen, wunderwürdigen Dame Makarie. Ihr Name steht für Weisheit und Glückseligkeit. Daher muss sie nebelhaft bleiben. Die Erzählung selbst gibt vor, ein willkürliches Kollektiv von Erinnerungen zu sein – ein Mosaik aus Botschaften, Briefen, Schnipseln und vergeblichen Beteuerungen zwischen Wilhelm und Natalie, die sich immer wieder das Herz zu Füßen legen, sich suchen, finden und verlieren. Im Hinterzimmer der Liebe werden die Koffer des Lebens gepackt – zu einem kontrastreichen Puzzle aus unzähligen Varianten, wie wir einander das Notwendige nicht sagen können.
Mit Makariens Archiv entstand im Herbst 2013 im Westflügel ein deutsch-russischer Dialog über die Herausforderungen des Kennenlernens und der Kommunikation über große Distanzen. Der Figurenspieler Stefan Wenzel und die russische Tänzerin Alisa Olejnik durchstöbern das letzte Kapitel, sortieren es neu, schreiben um die Wette und entdecken das Universum in einer einzigen Erbse.

Spiel: Alisa Olejnik, Stefan Wenzel
Ausstattung: Michael Vogel
Regie: Pawel Semtschenko 


Diese Koproduktion wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste, der Kulturstiftung Sachsen und der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit dem Internationalen Theaterinsitut.   

                                                                                                      




Der Freischütz (2012)

Foto: Thilo NeubacherSamira Lehmann und Stefan Wenzel spielen um ihr Leben. Mit Objekten und Figuren, E-Gitarren und Hochzeitskleidern entführen die beiden in kleine Idyllen und große Alpträume. Inmitten von Jagdglamour und Trashmusik geht es um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens: Die Jagd und die Liebe. Frei nach Apels Volkssage und von Webers Oper geht es tief in den dunklen Wald, wo die erbarmungslose Wildnis lauert und nur die Erbförsterei ein Gefühl der Heimat bieten kann. Doch Vorsicht, so mancher Schuss wird ins Schwarze treffen. Objekttheater trifft Rockoper.



Spiel, Musik, Ausstattung: Samira Lehmann und Stefan Wenzel
Regie: Michael Vogel




                                                                                                      





Kasper-Mat (2012)


Wschutsch Tutaj
Kasperl ist wieder da. Und frech kommt er mit neuen Freunden, die er auf der Straße aufgelesen hat. Eine Partnerschaft von der alle Seiten profitieren. Und wenn was nicht klappt wird verklopft. Wenn Sie in Zukunft nicht wissen, bei wem Sie in der Fußgängerzone Münzen in den Hut fallen lassen sollen, kommen Sie einfach zur Sammelstelle. 
In der Kasperlbühne treffen sich alle: der Tod und der Panflötenspieler aus den Anden, die silberne Statue, der Saxophonist und natürlich das Krokodil. Sammeln sie Ihren Mut, spenden Sie zentral, die gerechte Verteilung übernimmt Ihr Kasperl.


Spiel: Samira Lehmann und Stefan Wenzel
Regie: Stefanie Oberhoff



                                                                                                      





Einzel Zweizel Mensch (2013)

Foto: Maria KochEs war einmal eine Landschaft, die aussah wie ein gesunder, dreißig jähriger, mitteleuropäischer Mann. Direkt neben der Landschaft erhob sich ein großer und mächtiger Wald, der aussah wie eine dunkle und mysteriöse Frau. Und plötzlich ist sie da, die Prinzessin. Woher kommt sie und war sie dort schon immer? Sie beginnt ihren Weg, macht ihre ersten Schritte, träumt sich weg. Doch die Schatten, die sie verfolgen werden immer größer. Eine praktische Forschungsarbeit für zwei Menschen und mehrere Objekte zur Äußerung des Inneren.

Spiel: Samira Lehmann und Stefan Wenzel
künstlerische Beratung und Dramaturgie: Agnés Limbos
Dauer: 30 min





                                                                                                      





Sandman
Faza REM Phase (2014)
Ausgangspunkt für die Arbeit sind der Schlaf und das Träumen, also jene Welt, die abseits der realen liegt, in der wir uns wach bewegen, leben und agieren. Doch was ist diese Traumwelt, ein von allen Träumenden aufgesuchtes Jenseits, ein individueller Innenraum in dem Hirnströme uns Bilder vorgaukeln, eine andere Realität? Welche Ausrüstung braucht es für die Traumfeldforschung? Welche musikalischen, bildnerischen, theatralen Mittel braucht es, um in die Träume zu gelangen?

Spiel: Paweł Chomczyk, Łucja Grzeszczyk, Michał Jarmoszuk, Samira Lehmann, Dagmara Sowa, Stefan Wenzel
Musik: Charlotte Wilde
Grafik: Robert Voss
Regie, Bühne, Figuren: Michael Vogel


Koproduktion mit dem BTL Białystok, dem FITZ! Stuttgart und dem Lindenfels Westflügel Leipzig Das Projekt wurde gefördert durch: Kulturamt Leipzig, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Fonds darstellende Künste, dem Programm Szenenwechsel der Robert Bosch Stiftung und des Internationalen Theaterinstituts, Stadt Białystok, Region Podlasie, Kulturministerium Warschau